Alb-Camping Westerheim

Ein Campingplatz wird digital

Raus aus dem Talkessel und rein in die Natur: Saisonurlauber, Ferienreisende und Dauercamper aus dem Stuttgarter Speckgürtel und der gesamten Region zieht es in den Luftkurort Westerheim zum Campingplatz Alb-Camping. Seit der Gründung 1968 ist das Areal inmitten der Schwäbischen Alb kontinuierlich gewachsen, das heute 20 Hektar große Gelände bietet inzwischen neben 800 Dauerplätzen auch 950 Gäste-Stellplätze. Reisende können zudem Lodges, Ferienwohnungen oder Schlaffässer mieten.

Doch nicht nur die Unterkünfte überzeugen, sondern auch das Freizeitangebot mit Mehrgenerationen-Spielplatz, drei Schwimmbädern und Half-Pipe. So kürte der ADAC den 5-Sterne-Campingplatz 2018 zu einem der 100 besten heimischen Kinder- und Familienplätze. Denn hier stimmt zusätzlich der Service: Zahlreiche Freizeitaktivitäten, beste Platzhygiene, freundliches, kompetentes Personal sowie die gute Netzanbindung machen die Anlage so beliebt. Damit Gäste ihre Urlaubserlebnisse mit Freunden teilen, Familien das Filmangebot ihrer Streamingdienste mobil nutzen und Berufstätige einen Homeoffice-Tag im Grünen einlegen können, hat Geschäftsführer Elmar Thanner in eine stabile IT-Infrastruktur investiert.

Highspeed für den Campingplatz

Ein dringend notwendiger Schritt, denn laut Digitalisierungsverband Bitkom ist ein Drittel der Reisenden heutzutage unzufrieden mit der Internet- und WLAN-Qualität in Ferienunterkünften. „Wir wollen, dass sich unsere Gäste rundum wohlfühlen und gerne wiederkommen“, sagt Alb-Camping Geschäftsführer Elmar Thanner.

„Es reicht nicht mehr, den schönsten und saubersten Platz in der Region zu haben. Wir müssen auch den geänderten Nutzeransprüchen – etwa an Internet und WLAN – nachkommen.“

 

Zwar können Gäste bereits seit 2015 WLAN-Tickets für ihren Aufenthalt kaufen, doch schlechte Verbindungsqualität und häufige Netzausfälle sorgten für Unzufriedenheit. Zudem dauerten Fehlersuche und Problembehebung seitens der Mitarbeiter und des IT-Dienstleisters lange – und die verlorene Zeit konnte den Gästen nicht gutgeschrieben werden.

Elmar Thanner stand vor der Herausforderung, ein stabiles und flächendeckendes Netz auf dem Campingplatz zu realisieren. Doch die Lage inmitten der Natur mit hohem Baumbestand und Höhenunterschieden innerhalb des Geländes von bis zu 25 Metern erschwerten das Vorhaben. Außerdem war der Platz nicht an ein leistungsstarkes Netz angebunden, der nächste Verteilerkasten lag einen Kilometer weit entfernt. Beide Probleme konnten die Digitalisierungsexperten der Deutschen Telekom lösen: Über den DT DCIP mit einer 100 Mbit-Leitung schlossen die Netzwerkspezialisten den Campingplatz an das lokale Glasfasernetz an und versorgten Rezeption, Restaurant und Aufenthaltsräume mit einer ausreichend hohen Bandbreite. Parallel sorgte das Tochterunternehmen goingsoft für die WLAN-Ausleuchtung. Dafür errichteten die IT-Experten neun Richtmasten auf dem Gelände und schlossen diese ebenfalls an das Glasfasernetz an. Vier Sektor-Antennen auf jedem der sieben Meter hohen Masten sowie Access Points auf dem gesamten Gelände leuchten nun das komplette Areal mit WLAN aus. So bleibt die Signalstärke stabil, auch wenn sich viele Nutzer gleichzeitig einwählen.

 

Automatisierte Ticketverwaltung spart Zeit

Auf dem Campingplatz arbeiten derzeit neun Mitarbeiter und bis zu 15 Saisonkräfte. Sie versorgen nicht nur die Stellflächen und Sanitäreirichtungen, sondern auch den eigenen Supermarkt und ein Restaurant mit Biergarten. Da bleibt wenig Zeit, um WLAN-Tickets zu verwalten oder auf dem weitläufigen Gelände nach der Ursache für einen Netzausfall zu suchen. Die Lösung: Das Komplett-Paket für Gäste-WLAN, Internet-Zugang und Abrechnung der goingsoft. Über die Steuerungssoftware NetControl 365 automatisiert das Alb-Camping-Team das Ticketsystem. Besonderer Vorteil: Gäste erhalten ihre Zugangsdaten direkt aufs Smartphone. Papierausdrucke und umständliche analoge Verwaltungssysteme entfallen. Die Nutzer genießen einen ganz neuen Komfort. Zudem lassen sich die Ticketpreise staffeln – von einem WLAN-Zugang für einen Tag bis hin zu einer Jahresnutzungsgebühr.

Die Mitarbeiter des Campingplatzes greifen per Desktop und Tablet auf die intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche zu. Diese Vernetzung war ein wichtiger Aspekt für Alb-Camping. Thanner: „Wir sparen dadurch viel Zeit, denn alle Mitarbeiter erhalten nun eine Benachrichtigung bei Netzwerkstörungen. Wer am nächsten dran ist, sagt Bescheid und kümmert sich direkt um das Problem.“ Meist passiert das so schnell, dass die Gäste vom Ausfall gar nichts merken. Denn dank der Monitoring-App lassen sich Fehlerquelle und Ursache direkt identifizieren, defekte Geräte austauschen oder Router resetten. Weil die goingsoft-Mitarbeiter alle Geräte fernwarten, sparen die Mitarbeiter zusätzlich Zeit. Bei irreparablen Schäden wie bei einem Blitzeinschlag stellen die IT-Experten sofort vorkonfigurierte Ersatzteile bereit, die das Team nur noch einsetzen muss.

Nächster Schritt: 360°-Digitalisierung

Die neue IT-Infrastruktur begeistert Gäste und Geschäftsführer gleichermaßen. „Seit der Umstellung konnten wir unseren Ticketumsatz fast verzehnfachen“, sagt Elmar Thanner. „Bei dem durchschlagenden Erfolg stellen wir uns natürlich die Frage, wo wir weitere digitale Stellschrauben drehen können, etwa um effizienter zu arbeiten und mehr Zeit für unsere Gäste zu haben.“ Deshalb plant die Geschäftsleitung nun, Ticketverwaltung und ERP-System miteinander zu vernetzen. So lassen sich Arbeitsabläufe weiter automatisieren und für die Gäste transparenter abbilden. Parallel prüft Elmar Thanner die mögliche Einführung eines Infotainment-Systems der goingsoft. „Wir wollen unser Informationsangebot komplett digitalisieren, so dass unsere Gäste alle Notfallrufnummern oder Öffnungszeiten einsehen, einen Tisch im Restaurant reservieren oder ihre Lieblingsbrötchen bequem per Smartphone bestellen können“, sagt der Geschäftsführer. „Außerdem können wir so Angebote und Informationen unseren Gästen digital bereitstellen.“